Schematherapie ist eine bedürfnisorientierte Therapieform, die auf die Behandlung langandauernder emotionaler Probleme ausgerichtet ist, die meist schon in der Kindheit und Jugend entstanden sind.

Schematherapie nimmt also verschiedene Persönlichkeitsanteile genauer unter die Lupe.

In der Behandlung werden verschiedene Behandlungsansätze integriert, daher kann sehr flexibel auf jede Dynamik reagiert werden.

Ziel ist, einen gesünderen Umgang mit Emotionen und Bedürfnissen zu erlernen und diese neuen Muster in verschiedenen Beziehungen auszuprobieren. Die therapeutische Beziehung bietet in Vorbereitung darauf ein gutes Übungsfeld.

Schematherapie ist sehr dynamisch, mit kreativen Elementen (z.B. Arbeit mit Stühlen und anderen Materialien) angereichert und nicht an Schema F orientiert.

Die therapeutische Beziehung ist für die Behandlung von entscheidender Bedeutung. Der Therapeut bietet in einer sicheren, vertrauensvollen und Halt gebenden therapeutischen Beziehung die Möglichkeit:

  • Korrigierende Beziehungserfahrungen zu machen,
  • Gefühle gesund zu versorgen und zu verarbeiten,
  • Wiederkehrende ungesunde Beziehungsmuster sukzessive zu verändern und neue gesündere (erwachsenere) Muster zu erlernen und auszuprobieren sowie
  • Alte starre und inflexible Denkmuster zu verändern und neue Sichtweisen emotional in sich wirken zu lassen.

Schematherapie unterstützt also bei der persönlichen Entwicklung und bietet Hilfe zur Selbsthilfe beim Abbau von Beziehungsproblemen.