Über mich
Über mich

Beruflicher Werdegang
Studium der Psychologie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg mit dem Abschluss Diplom Psychologin.
Danach 3-jährige Weiterbildung am staatlich anerkannten Ausbildungsinstitut in Krefeld (RHAP). Seit 2009 Approbation als Psychologische Psychotherapeutin im Bereich Verhaltenstherapie für Erwachsene und Eintrag ins Arztregister.
Praktische Erfahrungen in
verschiedenen Bereichen:
stationär, teilstationär, ambulant
„Fachklinik Hochsauerland“ in Bad Fredeburg
Arbeit als Stationspsychologin im Rehabereich mit verschiedenen Störungsbildern und Therapietechniken sowohl im Einzel- als auch im Gruppensetting. Erstellen von sozialmedizinischen Leistungsbeurteilungen.„Gelderlandklinik“ in Geldern
Arbeit als Stationspsychologin speziell im Bereich Essstörungen mit Anwendung aller Therapietechniken, die in diesem Bereich notwendig sind. Arbeit im Einzel- und Gruppensetting.„Fliedner Kinik Düsseldorf“ (Private Tagesklinik) in Düsseldorf
Mehr als 10-jährige Tätigkeit mit verhaltenstherapeutischem und schematherapeutischem Schwerpunkt im Einzel- und Gruppenbereich. Fokus auf Training emotionaler Kompetenzen (TEK nach Berking). Auch DBT-Erfahrung und Anwendung von ACT. Parallel zur Arbeit in der Tagesklinik auch ambulante Versorgung von Patienten.Privatpraxis in Essen-Rüttenscheid von 2021-2025
„Mir ist es wichtig, mich fortlaufend weiterzubilden (über Kurse, Intervisionen, Fachliteratur etc.) und an Selbsterfahrungskursen teilzunehmen.
Seit 2013 bilde ich mich regelmäßig und mehrmals im Jahr am Institut für Schematherapie (IST) in Köln im Bereich Schematherapie fort und habe das Curriculum bereits durchlaufen. Der Zertifizierungsprozess in diesem Bereich läuft und wird von einem erfahrenen Supervisor begleitet.“
Behandlungsschwerpunkte
Angststörungen
Depressionen
Eine Depression ist eine ernst zu nehmende psychische Erkrankung, die über einen längeren Zeitraum deutlich das Denken, Fühlen, den Körper und das Verhalten eines Menschen beeinträchtigt. Betroffene leiden die überwiegende Zeit unter gedrückter, depressiver Stimmungslage. Auch zunehmende Reizbarkeit kann vorkommen sowie Leeregefühle verbunden mit der zunehmenden Unfähigkeit, eigene Gefühle wahrnehmen zu können. Das Interesse und die Freude an sonst für die Person wichtige Dinge sowie Aktivitäten geht verloren. Der Antrieb ist vermindert, es fällt immer schwerer, sich aufzuraffen und schließlich ziehen sich Betroffene immer mehr aus dem öffentlichen Leben zurück. Das Denken wird bestimmt von Grübeln, Schuld, Scham- und Wertlosigkeitserleben und wird als quälend erlebt, meist verbunden mit Hoffnungslosigkeit, dass sich der Zustand wieder verändert. Es können Suizidgedanken auftauchen bis hin zur Absicht, sich etwas anzutun. Auch die Konzentrationsfähigkeit sowie Aufmerksamkeit ist beeinträchtigt. Schlafstörungen, veränderter Appetit und innere Unruhe („sich getrieben fühlen“) oder auch eine Verlangsamung in Bewegung oder Sprache ist möglich.
Sollten Sie diese Symptome bei sich bemerken, suchen Sie sich bitte umgehend Unterstützung. Es gibt gute Behandlungsmöglichkeiten: medikamentös und psychotherapeutisch.
Burnout bzw. Boreout
Als „Burnout“ wird ein chronisches Erschöpfungssyndrom (auch chronisches Distress-Syndrom genannt) bezeichnet, das vor allem Menschen betrifft, die ein hohes Maß an Arbeits- und/oder Freizeitbelastung aufweisen und in allen Lebensbereichen als sehr belastbar gelten und die auf andere stark wirken. Betroffene sind oft stark mit dem identifiziert, was sie tun und haben einen sehr hohen Anspruch an sich und ihr Wirken bzw. oft großen Idealismus. Bei Burnout verändert sich die Emotionalität schleichend (gedämpfte Stimmung, resignativ, gereizt, zynisch), die körperliche Belastbarkeit ist zunehmend reduziert und Betroffene fühlen sich irgendwann gar nicht mehr erholt.
Schlafstörungen, Essattacken oder sexuelle Probleme können auftreten. In einem späten Stadium können sich immer mehr depressive Symptome zeigen bzw. sich eine depressive Episode entwickeln. Auch das Herz- Kreislaufsystem ist oft durch den langanhaltenden Stress betroffen.
Beim „Boreout-Syndrom“ leiden die Betroffenen an Langeweile und Unterforderung am Arbeitsplatz. Das Boreout-Syndrom ist keine anerkannte psychische Krankheit, daher gibt es keine verbindlichen Kriterien für die Diagnostik. Es kann jedoch ein Risikofaktor für die Entwicklung einer psychischen Erkrankung sein. Beim Boreout-Syndrom können vielfältige psychische Probleme auftreten: Müdigkeit, Lustlosigkeit, Interessenverlust, Unzufriedenheit etc. Es wird oft Demotivation und Frustration erlebt.
Trauma und komplexe PTBS
Eine traumatische Erfahrung ist das Erleben eines zutiefst belastenden Ereignisses (oft auch wiederholt oder länger andauernd), das die persönliche Sicherheit, die Grenzen, die Integrität und die Würde eines Menschen massiv bedroht. Diese tiefe seelische Wunde kann beispielsweise durch schwere Unfälle, Anschläge/Amokläufe, Naturkatastrophen, Folter, Krieg, Gewalt sowie Missbrauch (psychisch, körperlich, sexuell) ausgelöst werden. Betroffene erleben in einer „Akuten Belastungsreaktion“ zunächst starkes Entsetzen, Angst, Hilflosigkeit, Verwirrung. Das innere System reagiert reflexhaft und versucht die schwere psychische Verletzung abzuwehren (z.B. durch Vermeidung, Dissoziation, Erstarren). Später drängen sich die Bilder des Trauma-Ereignisses immer wieder ins Bewusstsein (Intrusionen, Flashbacks). Betroffene reagieren auf an sich harmlose, aber mit dem Trauma assoziierte Reize, mit oft panischer Angst. Schlafstörungen können auftreten und die Schreckhaftigkeit ist erhöht. Eine akute Belastungsreaktion ist eine zunächst normale Reaktion des Organismus auf ein belastendes, traumatisierendes Ereignis und klingt gewöhnlich nach Tagen oder Wochen wieder ab. Das Erlebte konnte im inneren System integriert werden.
Wenn eine Integration des Erlebten im inneren System nicht möglich ist oder Betroffene keine Hilfe erhalten, kann sich nach Monaten eine „Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS)“ entwickeln. Die Symptome der akuten Belastungsreaktion bleiben über einen längeren Zeitraum bestehen oder verschlimmern sich im Laufe der Zeit noch. Einige Betroffene „funktionieren“ zunächst wieder, sind jedoch nicht mehr so belastbar wie früher, entwickeln oft Kontroll- bzw. Vermeidungsverhalten, um die unterschwelligen Ängste, Bilder etc. in den Griff zu bekommen, leiden manchmal an Wutausbrüchen, starken Schuld- und Schamgefühlen und Konzentrationsstörungen.
Essstörungen
Essstörungen sind schwerwiegende psychische Erkrankungen, die z.T. lebensbedrohlich werden können (z.B. extremes Untergewicht) und daher dringend behandelt werden sollten. Es gibt verschiedene Arten von Essstörungen:
Bei der Magersucht (Anorexia nervosa) ein starker Gewichtsverlust bzw. anhaltendes Untergewicht und eine ständige Beschäftigung mit Essen und Kalorienzählen sowie die Angst vor einer Gewichtszunahme zentral. Darüber hinaus haben Betroffene eine Körperschemastörung (= verzerrte Körperwahrnehmung), sie nehmen sich also permanent dicker wahr, als sie sind. Das Gewicht und die Figur haben einen sehr starken Einfluss auf das Selbstwertgefühl. Betroffene halten sich an strikte Rituale im Umgang mit Essen und dessen Zubereitung. Manchmal zeigen Betroffene zusätzlich auch bulimische Symptome (Heißhunger, Essanfälle, Erbrechen, übermäßiger Sport), wesentlich für eine Anorexie ist jedoch ein deutliches Untergewicht. Die körperlichen Folgen dieser Erkrankung können gravierend sein bis hin zum Tod.
Bei einer „Ess-Brecht-Sucht“ (Bulimia nervosa) kommt es immer wieder zu Essanfällen. Betroffene versuchen zwar meist einen strengen Diätplan einzuhalten und zu fasten, können das aber auf Dauer nicht halten. Es kommt zu Heißhunger und infolgedessen zu Essanfällen. Aus Angst vor einer Gewichtszunahme, versuchen Betroffene zu kompensieren, indem sie beispielsweise erbrechen (oder Abführmittel nehmen etc.). Aussehen und Gewicht haben einen sehr starken Einfluss auf das Selbstwertgefühl. Durch Essanfälle und Erbrechen kann es zu starken körperlichen Folgeschäden kommen.
Bei einer Binge-Eating-Störung leiden Betroffene unter wiederkehrenden Essanfällen, unabhängig von einem Hungergefühl, und einem Kontrollverlusterleben. Die Essattacken werden oft begleitet von starken Scham- und Schuldgefühlen, Ekel vor sich selbst und Einsamkeit, da sich Betroffene oft stark zurückziehen. Das Leid dieser Menschen ist oft sehr groß und die Auswirkungen auf das Selbstwertgefühl enorm. Nur sehr selten bis gar nicht werden gewichtsregulierende Maßnahmen angewandt.
Zwangsstörungen
Körperdysmorphe Störung (nicht wahnhaft)
Die Körperdysmorphe Störung wird als Unterkategorie der hypochondrischen Störung klassifiziert. Betroffene beschäftigen sich dauerhaft mit einer vermeintlichen körperlichen Entstellung und sind stark darauf fixiert. Medizinische Befunde und Einschätzungen führen nicht zu einer Beruhigung und Besserung der erlebten Beschwerden. Das Selbstwertgefühl ist oft stark beeinträchtigt und es treten Schamgefühle auf.
Emotionale Instabilität (Borderline)
Bei einer Borderline-Persönlichkeitsstörung leiden Betroffene unter einem tiefgreifenden Muster von Instabilität in verschiedenen Bereichen. Besonders das Selbstbild und der Umgang mit Emotionen sind betroffen: Betroffene erleben oft intensive, wechselhafte Gefühlszustände, ein chronisches Gefühl innerer Leere und/oder starke, oft unangemessene Wut. Betroffene haben Schwierigkeiten, ihre Gefühle zu kontrollieren und zeigen oft ein hohes Maß an Impulsivität in verschiedenen Bereichen (z.B. Substanzmissbrauch, Kaufsucht, Sex, Essattacken, riskantes Fahren). Die innere Anspannung wird oft als so hoch und unerträglich erlebt, dass Betroffene sich oft selbst verletzen. Es kann auch zu wiederholten Suizidversuchen bzw. wiederkehrenden, quälenden Suizidgedanken kommen. Die affektive Instabilität zeigt sich durch z.T. starke Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit. Depressive Symptome treten auf, manchmal auch dissoziatives Erleben und zeitweise psychotische Symptome. Betroffene leiden unter starken Ängsten allein zu sein und in Beziehungen verlassen zu werden. Daher bemühen sich Betroffene oft intensiv darum, alles zu tun, um das Verlassenwerden (tatsächlich oder vermutet) zu vermeiden. Die Beziehungen sind durch instabile Muster gekennzeichnet, oft durch einen Wechsel zwischen Idealisierung und Abwertung. Das Selbstbild und die Selbstwahrnehmung sind ebenfalls instabil und gekennzeichnet von massiver innerer Entwertung, Scham- und Schulderleben. Ein Gefühl für die eigene Identität kann sich nicht entwickeln.
Persönlichkeitsstörungen
Persönlichkeitsstörungen sind Beziehungsstörungen. Es entwickeln sich im Laufe der emotionalen Entwicklung schon früh im Leben tiefgreifende, starre Verhaltensmuster, die auf Dauer zu deutlichem Leiden und Beeinträchtigungen in verschiedenen Lebensbereichen führen und sich in zwischenmenschlichen Beziehungen auswirken. Die überdauernden Muster („Autopiloten“) wirken sich im Verhalten, Denken und Fühlen aus und sind meist sehr inflexibel und ich-synton. Ich-synton bedeutet, dass Betroffene diese Muster als integrierter Bestandteil ihres Selbstbildes wahrnehmen, damit wie „verschmolzen“ sind und sich nicht davon lösen können.
Beispiele für Persönlichkeitsstörungen:
- Narzisstische Persönlichkeitsstörung (Grandiosität, Anspruchsdenken, übertriebenes Gefühl der eigenen Wichtigkeit, Mangel an Empathie, Ausnutzen anderer etc.)
- Histrionische Persönlichkeitsstörung (übermäßig dramatisch, ständiges Verlangen im Mittelpunkt zu stehen, Egozentrik, Theatralik, starke Emotionalität)
- Paranoide Persönlichkeitsstörung (Misstrauen, nachtragend, Zweifel an Loyalität, Streitsucht, Beharren auf eigenen Rechten, feindselige Interpretationen)
- Ängstlich-vermeidende Persönlichkeitsstörung (Angst vor Kritik, Vermeidung vieler sozialer Situationen, ständige innere Anspannung, Nervosität, Minderwertigkeitserleben und Unsicherheit)

